Kategorie: Institut

„Weit bleiben wenn’s eng wird…“ Impulse für Kommunikation in der Krise

Der langanhaltende Ausnahmezustand beansprucht unsere Geduld, unsere Nerven und unsere Emotionen. Mehr und mehr fällt mir auf, dass eine einfache Bemerkung über die pandemiebedingte Situation zu einer förmlichen Explosion beim Gegenüber führen kann.
Die Menschen scheinen mehr und mehr gespalten in ihren Ansichten, Wünschen und Ängsten. Es ist nicht leicht, weich zu bleiben, wenn wir mit harten Worten konfrontiert werden. Es ist nicht selbstverständlich, weit in Geist und Herz zu bleiben, wenn doch die Lage eine wirklich enge ist.

Hier möchte ich vier Impulse geben, wie wir immer wieder ruhigeren Boden in einer aufgeheizten Stimmung finden können. „Weit bleiben wenn’s eng wird…“ Impulse für Kommunikation in der Krise weiterlesen

Masterarbeit über Embodiment

Im November 2019 beendete ich den Masterlehrgang für Psychosoziale Beratung an der Uni Graz. In der Masterarbeit beschäftige ich mich mit dem Feld von körperorientierten Methoden in den USA und Europa, beschreibe die Mittel von Integrativer Körperarbeit (IKA) und erforsche die Wirkung von IKA in unterschiedlichen Lebensbereichen.
Wer interessiert ist, kann sich die Masterarbeit hier herunterladen:  zum Download…..

Gute Nerven?!

Gute Nerven sind derzeit ein wichtiges Thema im Institut für Integrative Körperarbeit. Nicht, weil unsere eigenen im Moment so strapaziert wären, nein.  Es gab und gibt drei Seminare zu diesem Thema:

Unser Sommerkurs Ende August hatte das Thema „Mit Herz, Hirn und Bauch“. Darin erforschten wir die Kommunikation zwischen unserem zentralen Nervensystem und seinen wichtigen „Filialen“ im Bauch und Herz, wo sich eigene Nervennetze mit zahlreichen Neuronen befinden. Am eigenen Leib durften die Teilnehmerinnen erleben, dass Denken nicht nur im Kopf stattfindet. Denken ist immer ein ganzkörperlicher Prozess und viele Wahrnehmungsfähigkeiten sitzen in unseren inneren Organen. Wenn wir diese bewusst nützen, fühlen wir uns stimmiger in uns selbst und können Entscheidungen aufgrund eines klaren inneren Erlebens treffen.

Ein weiteres Thema in diesem Kurs war die sogenannte Polyvagaltheorie. Dabei geht es um den Vagusnerv, den wichtigsten Nerv des autonomen Nervensystems, der vom Hirnstamm aus zu vielen Organen des Körpers zieht. Der Forscher Steven Porges hat herausgefunden, dass bei Säugetieren und Menschen soziale Interaktion die unbewusst verlaufenden Reaktionen des Nervensystems reguliert. Diese Erkenntnisse werden in der Traumatherapie oder in der Arbeit mit Kindern umgesetzt, die eine mangelnde Bindungserfahrung haben.

In der vergangenen Woche fand ein Seminar innerhalb des Gesundheitsprophylaxe-Programms der oberösterreichischen LehrerInnen-Versicherung statt. Der Titel war: „Reine Nervensache! Stressfrei und entspannt in den Schulbeginn“
Hier erfuhren Lehrerinnen, was das Nervensystem braucht, um in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Dynamisch heißt, dass wir mit unserer wachen Aufmerksamkeit im Aussen sein können und dann die Fähigkeit haben, zu entspannen, unsere Sinne „zu leeren“ und tägliche Regenerationsphasen haben. Gemeinsam haben wir ein „1-Minuten-Programm“ erarbeitet, das auch im dichten Schulalltag schnell zum besseren Kontakt mit sich selbst verhilft.

Im Oktober folgt dann noch ein Seminar an der SchlossSchule St.Georgen in der Steiermark, das sich an Personen aus den Bereichen Massage, Energethik und Körperarbeit wendet. Hier erlernen TeilnehmerInnen manuelle Techniken aus der cranio-sacralen Körperarbeit und dem Body-Mind Centering, die das vegetative Nervensystem ansprechen und unterstützen.

Gerne kreieren wir auch ein Seminar für Teams an Institutionen, die gute Nerven für ihre MitarbeiterInnen wichtig finden.